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Der Vorlauf
enthält leichtflüchtige Essigsäureethylester und Acetaldehyd. Man riecht einen scharfen stechenden Geruch etwa wie Klebstoffe. Hier dient uns bei der Abtrennung unser Riechorgan, die Nase. Um den Vorlauf exakt abzutrennen sammeln wir etwa 10-12 Fraktionen a 200ml (der geübte Brenner braucht da weniger) und  entscheiden dann nach mehreren sorgfältigen Prüfungen über den Beginn des Mittellaufs. Kontrollieren können wir unsere Entscheidung mit dem Vorlaufabtrennungtest nach Pieper. Dieser zeigt uns durch die entstehende Farbe genau ob wir auch richtig liegen.

Der Mittellauf
ist nun das Ziel unserer Begierde. Wird langsam und schonend destilliert sind Vorlauf und Nachlauf konzentrierter und leichter von diesem Herzstück abzutrennen.

Der Nachlauf
enthält Fuselöle, riecht und schmeckt hinten auf der Zunge stumpf, schal säuerlich oder muffig. Nachlauf ist wesentlich schwieriger zu erkennen als der Vorlauf. Auch hier dient eine verdünnte Probenreihe in Ruhe und mehrfach verkostet der besten Möglichkeit einer sauberen Abtrennung. Für viele hilfreich ist es die Gläser auszuleeren und nochmals einige Zeit stehen zu lassen. Beim erneuten Riechen sind die Nachlaufkomponenten besonders deutlich zu riechen.
Ein wichtiges Hilfsmittel beim Abtrennen von Nachlauf ist ein Thermometer im Geistrohr. Dieses weist bei etwa 86°C auf baldigen Nachlauf hin.

 


Ausdruck vom  29.07.2021