Welcher Alkohol für welchen Likör

Sauberer Alkohol läuft mit optimaler Destillationsgeschwindigkeit aus der Brennblase

Alkohol ist ein wichtiger Bestandteil von Likören. Er ist verantwortlich für den angenehmen und charakteristischen Geruch des Likörs. Wichtig ist, dass der Alkohol zum Likör passen muss. Nichts ist schlimmer als ein Himbeerlikör der nach Apfelbrand oder Obstler riecht - gerade der Geruch soll zum Genuss einladen.


Nehmen wir die Schlehe als Beispiel. Riecht man an der Frucht, wird man kaum einen typischen Geruch feststellen können. Somit wird auch der Likör nach nichts riechen. Man braucht also ein Destillat als charakteristischen Aromaträger, das zum Likör passt. Bei der Schlehe wäre dies z.B. ein schönes Zwetschgen- oder Kirschwasser.


Neutralalkohol passt immer, hat aber wiederum den Nachteil der Geruchlosigkeit bzw. eines etwas "spritigen" Geruchs.


Interessante Alkoholkomponenten sind auch Geiste, die eventuell auch aus den Pressrückständen der Saftherstellung produziert werden können.

Will man unbedingt eigenen Alkohol verwenden, und wir greifen hier nochmals den Himbeerlikör auf, dann muss dieser vorher mit Aktivkohle entaromatisiert werden. Man gibt die Aktivkohle (z.B. Granucol) für ungefähr 8 Stunden (länger bringt nichts) in den Alkohol und filtriert danach ab.Hierfür ist ein feiner Faltenfilter geeignet.
Optimal ist natürlich auch die nochmalige Destillation nach der Aktivkohleabtrennung. Hier sollte man zuerst auf Trinkstärke herabsetzen (damit wirkt die Aktivkohle besser), die Aktivkohle zugeben und nach dem Filtrieren nochmals destillieren.


Wichtig: Die Neutralisierung von Akohol ist der Bundesmonopolverwaltung vorbehalten und für den Kleinbrenner verboten. Wer trotz dieser unsinnigen Regelung (der Kleinbrenner muß dies als Schikane empfinden) also seinen Alkohol "korrigieren" möchte, sollte dies nicht an die große Glocke hängen...

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