Vom Geist und seinen Vorzügen

Obstgeiste haben eine lange Tradition. Nicht immer standen Früchte besonders Beeren dem Brenner in ausreichender Menge zur Verfügung. So wurde mit der Geistherstellung ein Weg gefunden auch diese Aromen einzufangen und zu konservieren.

Da besonders Beeren wenig Zucker enthalten, ergeben sich bei der Herstellung eines Beerenbrandes oft nur geringe Ausbeuten. Deshalb ist die Herstellung von Geisten durchaus wirtschaftlich sinnvoll. Natürlich schlägt das Herz eines Brenners für das reine Destillat, gewonnen aus der eingemaischten und vergorenen Frucht. Diese Leidenschaft für das besondere Produkt findet man aber auch bei vielen Geisten wieder, wenn der Brenner bei der Auswahl und der Menge der Früchte auf ein besonderes Produkt abgezielt hat. Drüberhinaus haben Geiste natürlich ihre besondere Berechtigung bei Kräutern, Nüssen, Pilzen oder Gemüse etc. Da bei diesen Rohstoffen eine Gärung nicht möglich ist, können diese Arome nur über die Geistbereitung eingefangen werden.

Geiste dürfen nur sortenrein mit Primasprit oder eff-Sprit und unter Zollaufsicht angesetzt werden. Der Beamte kontrolliert dabei ob die Früchte frisch und nicht durch Gärung schon Eigenalkohol gebildet haben.

Am Rande erwähnt...
Wird für die Auslaugung der Aromen neuraler Alkohol z.B. Korn, aus der eigenen Produktion (also kein Primasprit) verwendet, dann darf der Ansatz nicht gebrannt und das fertige Erzeugniss nur als "Obstspirituose" in Verkehr gebracht werden. Der Ansatz muß mindestens 25kg Frucht/100l Reinalkohol enthalten und darf mit Aromen und Fruchtauszügen der verarbeiteten Frucht versetzt werden.

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