Der Katalysator - kleines Gerät, große Wirkung!

Ein Katalysator hat die Funktion, unerwünschte Säuren und Ethylcarbamat durch Reaktion mit dem Kupfer zu neutralisieren. Es wird allgemein angenommen, daß Destillate die mit Katalysator gebrannt wurden harmonischer wirken. Wissenschaftlich untermauert sind dies Erfahrungen momentan noch nicht. Erwiesen ist aber die Reduzierung von Ethylcarbamat in Steinobstbränden.


Ein Katalysator ist ein Behälter mit innen großer Kupferoberfläche die durch Lamellen, Draht/Blechbündel oder kleine Kupferwürfel (Kupferkartuschen) erreicht wird. Die Wirksamkeit eines Katalysators ist sowohl abhängig von der Größe der Kupferfläche, als auch von der Verweildauer der Alkoholdämpfe im Kontakt mit dem Kupfer. Es ist ebenfalls durchaus von Vorteil, wenn der Katalysator nach Bedarf Zu- und Abgeschaltet werden kann und z.B. die meist fuselöligen Nachläufe nicht durch den Katalysator müssen. Auf jeden Fall muß ein Katalysator nach jedem Brand mit Heißwasser gespült werden und regelmäßig auf eine aktive Kupferoberfläche kontrolliert werden. Nur mit einer blanken, aktiven Kupferoberfläche ist die Funktionalität des Katalysators gewährleistet.

Ein Katalysator kann auf den Dephlegmator aufgesetzt oder zwischen Dephlegmator und Geistrohr angebracht werden. Die meisten alten Brennereien verfügen nicht über einen Katalysator. Es ist deshalb von Vorteil, wenn ein Katalysator auch an ältere Brennereien nachgerüstet werden kann. Alle Brennereihersteller bieten zwischenzeitlich eigene Konstruktionen an. Es lohnt sich durchaus die einzelnen Konzepte zu Vergleichen und ein für die eigenen Bedürfnisse geeignetes Gerät anzuschaffen.

 

Anforderungen an den Katalysator:

- Möglichst große Kupferoberfläche im Katalysator

- Möglichst lange Kontaktzeit der Alkoholdämpfe mit dem Kupfer

- Zu- und Abschaltbar (Nachlauf nicht durch den Katalysator)

- Heißwasserspülung

- Visuelle Kontrolle der aktiven Kupferoberfläche möglich

- an bestehende Brenngeräte nachrüstbar

 

 

 

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